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UNTERWEGS ZUR GESCHICHTE

„2018 hat uns die Vereinsreise in Flandern und Frankreich an die ehemaligen Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges geführt. Ich erinnere mich genau, wie geschockt ich war, als wir auf dem Weg nach Amiens immer wieder an abgesperrten Wäldern vorbeikamen“, erzählt Maríon Bayer, die gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Hubert Piel die Ziele der Reisen auswählt. „Rote Schilder warnen in kurzen Abständen vor dem Betreten. Nach über 100 Jahren ist der Erste Weltkrieg hier noch Gegenwart. Die Granaten mit Giftgas haben den Boden verseucht und unter der Grasnarbe liegt nicht explodierte Munition. Ich hatte schon vorab von den Roten Zonen gelesen. Sie zu sehen war eine ganz andere Erfahrung.“

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2018 besuchte der Museumsverein des DHM das Beaumont-Hamel-Newfoundland-Memorial in Frankreich. 

Ein bis zweimal im Jahr lädt der Museumsverein auf eine viertätige Studienreise ein. Anfangs lagen unsere Ziele alle in unseren Nachbarländern. Wir wollen über eine nationale Geschichtsschreibung hinauszublicken und Geschichte im europäischen (internationalen) Kontext zu betrachten. Dieses Ziel haben wir nicht aufgegeben, doch rückte während der Corona-Pandemie aus rein praktischen Gründen das eigene Land in den Fokus.

Von den Kirchenburgen in Siebenbürgen Sachsen bis zu den Spuren des Blauen Reiters: Unsere Vereinsreisen führen Sie zu faszinierenden Schauplätzen der Geschichte und beleuchten verschiedene Epochen und Themen aus europäischer Perspektive.

Begeistert genossen die Reisenden den Besuch des Schlesischen Museums in Katowice und den Ausblick vom Zechenturm. 

Die Reisegruppe des Museumsvereins lernt das jüdische Viertel Kazimierz in Krakau kennen. 

Seit diesem Jahr haben wir auch Wochenendreisen ins Programm aufgenommen. „Wir wollen niemanden ausschließen, weil das Gesamtpaket aus Hotel, Fahrten und Abendessen zu teuer ist“, erklärt Maríon Bayer. Anders als bei den längeren Reisen organisiert der Verein bei den Wochenendreisen und Tagesausflügen nur das Programm. Die Mitreisenden kümmern sich nach den eigenen Wünschen um Anreise, Logie und Kost. „Der erste Wochenendausflug nach Bonn war ein voller Erfolg und das Konzept kam gut an“, fügt sie hinzu. „Das Schöne ist, dass wir dennoch spätestens beim Kaffee oder beim Abendessen in netter Runde über die vielen Eindrücke sprechen können“, ergänzt Hubert Piel.

Industriekultur im Ruhrgebiet war das Thema der Reise im Mai 2024. Ein Programmpunkt war eine Werksführung bei den Hüttenwerken Krupp (HKM) Mannesmann in Duisburg.

Haben wir Ihre Lust auf Entdeckungen geweckt? Dann schließen Sie sich uns an, wenn wir das nächste Mal unterwegs sind! 

Wir freuen uns auf Sie!

Fotos: Maríon Bayer/Museumsverein DHM

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